In welchen Situationen das Set besonders helfen kann
Ein Brusternährungsset wie das von Haakaa kann in ganz unterschiedlichen Herausforderungen rund ums Stillen unterstützen:
- Wenn das Baby schlecht an der Brust saugt
Manchmal fällt es Neugeborenen schwer, richtig anzudocken, z. B. wegen Unsicherheit, Muskeltonus, Ungeübtheit oder einem unklaren Stillrhythmus. Mit dem Set kann das Baby dennoch an der Brust saugen und bekommt Milch geliefert, selbst wenn der Milchspendereflex noch schwach ist. So bleibt die Übung bestehen, ohne dass das Baby hungert.
- Bei zu wenig Milch oder verzögertem Milcheinschuss
Wenn die Milchproduktion noch nicht ausreicht, z. B. in den ersten Tagen oder bei verzögertem Milcheinschuss, kann zusätzlich gefüttert werden. Der Körper der Mutter wird durch das Saugen und Anlegen weiterhin stimuliert, was langfristig die Milchbildung unterstützen kann. Besonders dann, wenn man eine dauerhafte Zwiemilchernährung mit dem Fläschchen vermeiden möchte, bietet das Brusternährungsset einen sanften Übergang.
- Wenn das Baby Nahrung braucht, aber der Still-Rhythmus und die Nähe erhalten bleiben sollen
Manchmal gibt es Phasen, in denen das Baby mehr Nahrung braucht, weil es sehr hungrig ist, wächst, Nachtmahlzeiten erfolgen müssen oder es aus anderen Gründen nicht ausreichend an der Brust trinkt. Mit dem Set kann man zufüttern, ohne komplett auf Fläschchen umsteigen zu müssen. Nähe, Hautkontakt und Stillrhythmus bleiben erhalten.
- Wenn das Stillen für Mutter oder Baby schwierig oder belastend geworden ist
Stillprobleme, sei es durch körperliche Beschwerden der Mutter, z. B. wunde Brustwarzen oder Milchstau, oder durch Unruhe, Hunger, unregelmäßiges Trinken des Babys, können stark belasten. Ein Brusternährungsset kann Entlastung bringen: Das Baby wird satt, und gleichzeitig bleibt der Kontakt zur Brust bestehen. Neigst du zusätzlich zu wunden Brustwarzen, können Haakaa Stillhütchen das Anlegen zusätzlich erleichtern, während sich die Brustwarze erholt. Das kann psychisch entlastend sein und den Druck aus der Situation nehmen.
Woher weiß ich, ob ein Brusternährungsset zu uns passt?
Nicht jede Stillherausforderung braucht dasselbe Hilfsmittel. Ein Brusternährungsset passt vermutlich zu euch, wenn:
- ihr zufüttern müsst, aber das Stillen nicht komplett ersetzen wollt.
- das Baby grundsätzlich an der Brust saugt, auch wenn es (noch) nicht genug bekommt.
- ihr Zeit gewinnen wollt, während sich Milchbildung oder Anlegetechnik einspielen.
- eine Hebamme oder Stillberaterin das Set bereits als Übergangslösung vorgeschlagen hat.
Eher nicht die richtige Wahl ist es, wenn das Baby generell nicht an der Brust saugen will oder kann, wenn ihr eine dauerhafte Fütterlösung statt einer Übergangslösung sucht, oder wenn bei größeren Stillproblemen noch keine Rücksprache mit einer Fachperson stattgefunden hat. Eine kurze Abklärung vorab erspart oft Umwege.
Schritt für Schritt: So legst du das Brusternährungsset an
Die genaue Anleitung liegt jedem Set bei, so läuft die Anwendung im Grundprinzip ab:
- Vorbereiten: Beutel und Schlauch vor der ersten Nutzung gründlich sterilisieren oder auskochen.
- Befüllen: Abgepumpte Muttermilch oder Folgemilch in den Quetschbeutel füllen und mit der Befestigungsschlaufe am BH-Träger oberhalb der Brust fixieren.
- Durchfluss einstellen: Den Regler zu Beginn immer auf die langsamste Stufe stellen.
- Schlauch positionieren: Das Schlauchende mit dem medizinischen Klebeband so an der Brust fixieren, dass die Spitze knapp über der Brustwarze endet.
- Anlegen wie gewohnt: Baby wie beim normalen Stillen anlegen, es nimmt Brustwarze und Schlauch gemeinsam in den Mund.
- Beobachten: Trinkverhalten im Blick behalten und den Durchfluss bei Bedarf minimal anpassen, nie mehr als nötig.
- Reinigen: Nach jeder Nutzung alle Teile reinigen; der Durchflussregler darf nicht in die Mikrowelle oder mit aggressiven Reinigern in Kontakt kommen.